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Algo-who? Rekrutierung via Algorithmus – die Zukunft?

Thomas Suter

Managing Partner, SwisSolution

Die Technologie und Algorithmen werden die Rekrutierung und das Bewerberverhalten definitiv verändern. Basierend auf Fakten (Berufserfahrung, Ausbildung, usw.) ist eine effiziente & effektive Vorselektion möglich. Bei den Persönlichkeitsmerkmalen ist das schwieriger. Selbst wenn die Technologie soweit ist, wird es dauern, bis der Mensch darauf mehr vertraut, als auf sein «Bauchgefühl». Je wichtiger die Soft-Skills, desto weniger «übernehmen» Algorithmen die Rekrutierung.

Chris Hauth

CMO / CCMO, siroop AG

Ein entschiedenes JEIN! «The right tool for the right job» gilt auch hier. Ein schlechter, menschen-/talentferner Recruitingprozess, bleibt genau das, ob mit oder ohne AI. Ein individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens und seine Lebensphase angepasster toolgestützter Prozess, indem die Tools einen Prozess signifikant besser machen, statt ihn nur zu automatisieren und Kosten zu sparen, macht jederzeit Sinn. Hier ist aber People&Culture / People Ops nur ein Stakeholder, viel zentraler sind die Bedürfnisse der Kandidaten und Hiring Manager. Vorselektion via Algorithmen/AI sehe ich zweischneidig, meine besten Recruitingentscheidungen wären rational schwer begründbar gewesen, ergo auch binär kaum abbildbar. AI die diese «Outlier» identifiziert ist aktuell noch nicht am Markt. Bei zeitraubenden Aufgaben, wie Standardisieren, Optimieren und Konsolidieren der gesamten Kommunikation/Daten im Bewerbungsprozess helfen Algorithmen jedoch schon heute. Das hilft der Geschwindigkeit im Prozess, aber letztlich ist folgendes wichtiger: Flexibilität beim Anforderungsprofil, trust the experts, realistische Selbsteinschätzung der Firmen und Empathie, denn: „it’s a talents world“! Setzen alle Stakeholder einen Haken hinter diesen Themen lohnt sich der Blick auf Tools zur Optimierung und Automatisierung.

Sabine Schwärzler

Head of eCommerce & Marketing, Karl Vögele AG

Die Rekrutierung via Algorithmus kann den Vorteil haben, dass das System absolut vorurteilfrei agiert. Dennoch ist die Reduzierung auf einen statischen Prozess zu knapp, um herauszufinden, ob Unternehmen & Bewerber, zueinander passen. Letztlich fällt dieser Entscheid zwischen zwei Menschen und es bleibt schwer zu glauben, dass die Ressource Mensch im Recruiting in Zukunft vollständig durch einen Computer ersetzt wird. Eine überlegte Nutzung beider Ressourcen ist das beste Rezept.

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