August 2015 - Welchen Einfluss hat ein Berater bei der Direktansprache auf die Wirkung Ihrer Arbeitgebermarke

Doris Fink

Senior Partner, SwisSolution Human Capital AG

Egal ob eine Firma auf Mandats- oder Erfolgsbasis mit einem Berater zusammenarbeitet – sich die Zeit für ein sorgfältiges Briefing zu nehmen ist unabdingbar. Das Image eines Unternehmens ist 1:1 verknüpft mit den Aussagen des Beraters sowie dem gewählten Rekrutierungsvorgehen. Ein detailliertes Briefing mit Absprache der Aktivitäten macht den Beraterzum Insider und Vertrauten und stellt so sicher, dass die Arbeitgebermarke im richtigen Licht präsentiert wird.

Birgit Meier-Hobmeier

Director Human Resources & Legal Charles Vögele Trading AG

Läuft der Kontakt zu einem Bewerber über einen Personaldienstleister, so beeinflusst auch dieser die Arbeitgebermarke des Auftraggebers. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dem Personaldienstleister einen möglichst umfassenden Einblick in das Unternehmen, die entsprechenden Werte und die Kultur zu gewähren. Nur so kann ich sicherstellen, dass auch er ein kompetenter und glaubwürdiger Vertreter meiner Arbeitgebermarke ist. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist eine gute Vertrauensbasis unerlässlich. Deshalb arbeite ich bevorzugt mit einem Stamm von Personaldienstleistern, die ich kenne und die das Unternehmen kennen. Ein regelmässiger Austausch über den Geschäftsverlauf oder anstehende Projekte macht den Personaldienstleister zum Insider und ermöglicht es ihm, informiert und kompetent einem Bewerber gegenüberzutreten. All dies beeinflusst die Arbeitgebermarke positiv.

Béatrice Benkler

Head Human Resources Synlab Schweiz, Luzern

Der Berater hat hier eine Art „Wirkung mit verlängertem Arm“. Dies bedeutet, dass der Berater selber grundsätzlich nicht das bestehende Image seiner Mandantenfirma verändern kann, aber er kann dieses durch seinen Auftritt und die Art seiner Ansprache massgeblich mitbeeinflussen. Macht der Berater also einen entsprechend professionellen Job und tritt dementsprechend gegenüber möglichen interessierter Klientschaft im Namen seiner Mandantenfirma auf, so hinterlässt er eine ebensolchen professionellen Eindruck. Damit wird die eigene Arbeitgebermarke entsprechend positiv bei den kontaktierten Personen nachklingen können. Aus diesem Grund sucht sich auch unsere Firma gezielt aus, mit welcher Beraterfirma im Searchbereich zusammen gearbeitet wird.

Leserkommentare

Etienne Besson

09/09/2015 09:22

Der Personalberater ist beim 1. Kontakt der de facto Vertreter des zukünftigen Arbeitgebers und hat einen grossen Einfluss auf die Wahrnehmung der Arbeitgebermarke. Deshalb ist es wichtig, nicht nur mit den lautesten und\/oder günstigsten Vermittlern zu arbeiten. Stattdessen müssen die Berater zu uns als Arbeitgeber passen und verstehen, wie wir "ticken".

Urs

09/09/2015 17:12

Ein Personalberater kann definitiv die Arbeitgebermarke beeinflussen. Bei der Masse an Personalberatungen empfehle ich jedem HR-Manager sorgfältig auszuwählen. Mit einem Mandat kann man da ganz schnell sehr viel kaputt machen.

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